Öffentliche Hand 

(2020)

Ausstellungsansicht vor dem Singisen Forum, Muri

Textauszug aus Ein stiller Nachmittag? Über Pearlie Frischs Schwebezustände in der Publikation anlässlich der Ausstellung Unmittelbare Ferne vom Kurator Peter Fischer




Derart evoziert das Medium der Fotografie eine Erfahrung des Kunstwerks, die wir sonst eigentlich nur angesichts einer Skulptur machen können.
Das Spiel mit der Unmittelbarkeit der Skulptur (wie auch der Überwindung der Ferne, der Distanziertheit) treibt Pearlie Frisch vollends auf die Spitze mit der für den Aussenraum konzipierten Arbeit «Öffentliche Hand» (2020/21). Die bildlich dargestellte reale Berührung von Statuen im öffentlichen Stadtraum mutiert durch ihre Inszenierung in Form von Strassenplakaten wiederum zum Objekt. Zudem nimmt sie den anderen Themenstrang im Œuvre der Künstlerin, nämlich das wechselseitige Spiel von Vereinnahmung – man denke an die enorme Bedeutung der Kunstförderung durch die öffentliche Hand – gleichsam mit einem Augenzwinkern wieder auf. 


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